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iFAS mobile Workflows

Projektpartner

 

Info Nova AG

Projektlaufzeit

 

März 2006 bis Dez. 2007

Mobile, verteilte Workflow-Management-Lösung für ein ERP-System

 

Kurzbeschrieb

 

Workflow-Management Systeme können Geschäftsprozesse effizienter unterstützen als konventionelle funktionsorientierte ERP-Systeme.

 

Ziele dieses Projektes sind die Konzeption und Integration einer Workflow-Management Komponente in das ERP System iFAS. Für eine effiziente Unterstützung von mobilen Aussendienstanwendungen sollen diese Workflows verteilt und teilweise autonom (offline) auf mobilen Geräten (Laptop, Tablet-PC) ablaufen können.

 

Ein Framework mit Basisfunktionen für die effiziente Entwicklung von verteilten Workflow-Applikationen und mit Tools für Monitoring, Management und Deployment sichert die Wiederverwendbarkeit der angestrebten Lösung.

 

Das System wird mit Hilfe der .NET-Technologie und der Windows Workflow Foundation realisiert.

  

Technische - Wissenschaftliche Zielsetzungen

 

Geschäftsprozesse beschreiben und steuern die Abläufe in einem Unternehmen (z.B. Bestellungsprozess, Produktionsprozess).

 

ERP-Systeme unterstützen diese Prozesse mit geeigneten Funktionen wie «Bestellung Erfassen», «Bestellung Ändern» etc. Die ERP-Systeme sind passiv, d.h. die einzelnen Funktionen werden von den Benutzern des ERP-Systems aufgerufen. Die Funktionen oder Transaktionen sind kurz. Die eigentliche Ablauflogik ist ausserhalb des Systems und wird von den Benutzern manuell ausgeführt und überwacht.

 

Workflow-Managment-Systeme (WFM-Systeme) steuern die einzelnen automatisiert ablaufenden Workflows eines Geschäftsprozesses. Workflows sind aktiv und haben eine zustandsbehaftete Ablauflogik, sie leiten die jeweils nächsten Aktivitäten ein, sie interagieren dazu mit den Benutzern oder rufen Funktionen der einzelnen IT-Systeme auf. Im Gegensatz zu den kurzen Transaktionen eines ERP-Systems können sich Workflows über mehrer Tage oder gar Monate erstrecken.

 

 Stand der Technik

 

Heutige WFM-Systeme sind komplex und teuer. Sie dienen der Koordination der verschiedenen IT-Systeme. Die Kommunikation mit den IT-Systemen geschieht über Services. Die zu integrierenden Systeme müssen daher eine service-orientierte Architektur aufweisen (SOA).

 

Workflows werden entweder als Ablaufgraph oder als Zustandsdiagramm mit graphischen Notationen modelliert, daraus wird die Ablauflogik hergeleitet. Die Logik muss ohne Programmieraufwand einfach adaptierbar sein. Sie wird daher oft regelbasiert beschrieben und vom System zur Laufzeit interpretiert.

 

Neben den eigentlichen WFM-Server-Systemen entstehen zurzeit neue Technologien, welche es erlauben, eine WFM-Engine und damit Workflow-Funktionen direkt in die eigene Applikation zu integrieren. In den nächsten Jahren ist daher mit einem eigentlichen Boom im Bereich WFM-Techniken und Anwendungen zu rechnen.

 

Zielsetzungen dieses Projekts

  

  • Integration einer Workflow-Management (WFM-)Engine in das ERP-System. 

    Die Workflows sind dann integraler Bestandteil der ERP-Funktionalität. Das ERP-System ist nicht mehr passiv, sondern kann die Geschäftsprozesse aktiv steuern, überwachen und vorantreiben. Dies führt zu einer erhöhten Effizienz und vor allem auch zu einer besseren Qualität und Reproduzierbarkeit bei der Ausführung der Geschäftsprozesse dank Automatisierung und zentraler Beschreibung der Prozesslogik in der WFM-Engine.

  • Unterstützung von mobilen Clients: 

    Aussendienstmitarbeiter müssen effizient dezentral auf ihren mobilen Geräten (Notebooks, Tablet-PC etc.) arbeiten können. Teile eines Workflows sollten daher offline auf dem mobilen Gerät laufen bzw. angestossen werden. Bei Bedarf synchronisiert sich der Sub-Workflow mit seinem übergeordneten Workflow auf dem zentralen System.

 

 Weitere essentielle Anforderungen sind:

 

  • Grafische Definition und einfache Adaptierbarkeit der Workflow-Logik:

    Die Firma Info Nova liefert die Basisversion der Applikation an ihre Kunden. Diese Basisversion muss einfach auf die konkreten Geschäftsprozesse adaptierbar sein. Teile der Workflow-Logik dürfen daher nicht ausprogrammiert sein, sondern sollen auch für Nichtinformatiker einfach mit Hilfe eines grafischen Tools konfigurierbar und im laufenden System jederzeit adaptierbar sein. Für die flexible Behandlung von Ausnahmefällen soll sich zudem die Logik eines ablaufenden Workflows einfach manipulieren lassen.

  • Mehrsprachigkeit und Internationalisierung        

    Die ERP Software von Info Nova wird in mehreren Ländern vertrieben. Die Software-Systeme müssen daher länder- und sprachübergreifend auf denselben Daten einsetzbar sein.

  • Dokumenten- und Datensynchronisation

    Die Auslagerung von Sub-Workflows auf mobile Geräte funktioniert nur, wenn die benötigten Daten und Dokumente auf dem mobilen Gerät vorliegen. Das System muss daher zwingend einen automatischen Mechanismus für das Replizieren und für das Rücksynchronisieren von Änderungen unterstützen.

  • Basissystem / Framework: 

    Die Basisfunktionen für die Workflow-Unterstützung (inkl. Tools) sollen zentral in einem Framework bereitgestellt werden. Es drängt sich auf, bestehende iFAS.NET-Frameworks mit den benötigten Funktionalitäten zu erweitern.

     

Komponenten des Basissystems